KI-Integration
Sprachmodelle nehmen ein paar Arbeiten wirklich ab und viele nicht. Wir sortieren das, bevor Geld fließt, bauen einen Piloten und messen ihn mit derselben Uhr wie alles andere.
- Voraussetzung
- Ein Vorgang, der oft vorkommt und mit Text zu tun hat
- Pilot
- Vier Wochen, eine Abteilung, vorher und nachher gemessen
- Grenze
- Keine Kunden- oder Personaldaten in Dienste ohne Vertrag
Wo es sich bisher gerechnet hat
Sechs Anwendungen, die in Betrieben dieser Größe Zeit sparen. Alle haben gemeinsam, dass ein Mensch das Ergebnis prüft.
- Entwürfe vorformulieren
- Angebotstext, Absage, Antwort auf eine Reklamation: Der Entwurf entsteht in Sekunden, geprüft und unterschrieben wird wie vorher. Der Zeitgewinn liegt nicht im Tippen, sondern darin, dass niemand vor dem leeren Blatt sitzt.
- Suchen in den eigenen Unterlagen
- Alte Angebote, Montageanleitungen, Normen, Prüfprotokolle. Die Frage wird in normalen Sätzen gestellt, die Antwort kommt mit der Fundstelle. Ohne Fundstelle ist die Antwort wertlos — darauf achten wir beim Aufbau.
- Diktieren statt tippen
- Der Bauleiter spricht den Bericht ins Telefon, der Text landet sortiert im System. Auf der Baustelle mit Handschuhen ist das der Unterschied zwischen erfasst und nicht erfasst.
- Papier in Zahlen
- Lieferscheine und Eingangsrechnungen auslesen, Positionen und Beträge übernehmen. Spart das Abtippen und die Zahlendreher, die dabei entstehen.
- Post sortieren
- Eingehende Anfragen erkennen und der richtigen Person zuordnen. Nützlich ab dem Punkt, an dem Anfragen liegen bleiben, weil sich niemand zuständig fühlt.
- Übersetzen
- Anleitungen, Sicherheitsunterweisungen, Korrespondenz. Für den Hausgebrauch gut genug; für Verträge nicht.
Wo es nichts bringt
Diese Liste ist uns wichtiger als die davor.
- Wenn die Daten nicht stimmen. Ein Modell erfindet die Ordnung, die in den Daten fehlt — und liefert sie überzeugend formuliert.
- Wenn der Vorgang zweimal im Monat vorkommt. Einrichtung und Pflege kosten mehr, als die Ersparnis hergibt.
- Prognosen aus wenigen Zahlen. Die Auslastung eines Betriebs mit zwanzig Leuten ist keine Statistik, sondern eine Handvoll Termine.
- Entscheidungen, die begründet werden müssen — Preise, Personal, Kündigungen. Wer sie einer Maschine überlässt, hat vor Gericht nichts in der Hand.
- Alles, wo ein Fehler nicht auffällt. Wenn niemand das Ergebnis prüft, ist der Einsatz gefährlich, nicht sparsam.
- Ein Chatbot auf der Website, solange das Telefon nicht abgenommen wird.
Wie wir vorgehen
Dasselbe Vorgehen wie überall auf dieser Seite: erst rechnen, dann bauen, dann nachmessen.
- Anwendungsfälle sammeln und sortieren
- Alles, was oft vorkommt und mit Text, Sprache oder Bildern zu tun hat. Sortiert wird nach Häufigkeit mal Dauer mal Fehlerkosten. Was oben steht, kommt in den Piloten — meistens eine Sache, höchstens zwei.
- Datenschutz vorher klären
- Welche Daten würden das Haus verlassen, an wen, auf welcher Rechtsgrundlage. Diese Frage wird vor der Auswahl des Werkzeugs beantwortet, nicht danach.
- Pilot mit Messung
- Vier Wochen, eine Abteilung. Vorher wird gemessen, wie lange der Vorgang dauert, nachher noch einmal. Ohne diese beiden Zahlen ist hinterher jede Behauptung möglich.
- Prüfschritt einbauen
- Wer prüft das Ergebnis, woran erkennt er einen Fehler, was passiert, wenn er einen findet. Ein Modell, das gelegentlich falsch liegt, ist brauchbar — eines, dessen Fehler niemand bemerkt, nicht.
- Einweisung
- Die Leute müssen wissen, wann sie dem Ding nicht glauben dürfen. Das ist keine Freundlichkeit, sondern seit der KI-Verordnung Pflicht.
Wo die Daten hingehen
Drei Wege, mit steigendem Aufwand und sinkendem Risiko.
- Öffentlicher Dienst
- Schnell und billig. Ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung gehören dort keine Kundendaten, keine Personaldaten und keine Kalkulationen hinein. Für allgemeine Textentwürfe ohne Bezug zu einer Person reicht es.
- Anbieter mit Vertrag und Serverstandort in der EU
- Auftragsverarbeitungsvertrag, zugesicherter Speicherort, keine Nutzung Ihrer Eingaben zum Training. Der übliche Weg für alles, was mit echten Vorgängen zu tun hat.
- Modell im eigenen Haus
- Offene Modelle laufen auf einem Rechner bei Ihnen; nichts verlässt das Netz. Braucht eine passende Grafikkarte und jemanden, der die Sache pflegt. Lohnt sich, wenn ständig Unterlagen im Spiel sind, die niemanden etwas angehen.
- Was nirgends hineingehört
- Gesundheitsdaten, Bewerbungsunterlagen, Kalkulationen, Konstruktionszeichnungen, alles unter Geheimhaltung. Nicht wegen der Technik, sondern weil ein Verstoß dagegen teurer ist als jede Zeitersparnis.
Was das Gesetz verlangt
Die KI-Verordnung der EU gilt gestaffelt. Für Betriebe Ihrer Größe sind vier Punkte relevant.
- Ihre Leute müssen damit umgehen können
- Wer KI im Betrieb einsetzt, muss dafür sorgen, dass die Beschäftigten verstehen, was das Werkzeug kann und wo es danebenliegt. Eine Stunde Einweisung mit Beispielen erfüllt das; ein Rundschreiben nicht.
- Erkennbarkeit
- Wer mit einer Maschine schreibt, muss das erkennen können. Betrifft vor allem Chatfunktionen auf der Website und automatische Antworten.
- Nicht jede Anwendung ist harmlos
- Die meisten Anwendungen im Handwerk gelten als gering riskant. Zwei Bereiche nicht: die Auswahl von Bewerbern und die Überwachung von Leistung oder Verhalten der Beschäftigten. Dort gelten strengere Regeln, und dort ist auch der Betriebsrat zu beteiligen.
- Die Haftung bleibt bei Ihnen
- Für ein falsches Angebot, eine falsche Auskunft, eine falsche Maßangabe haften Sie — nicht der Anbieter des Modells. „Das hat die KI gesagt“ ist keine Verteidigung.
Rechtsberatung ist das nicht. Wir sagen, an welcher Stelle Sie einen Anwalt brauchen, und schreiben auf, was er wissen muss.
Was davon zu Ihrem Betrieb passt
Von dem, was zurzeit über KI geschrieben wird, ist für einen Betrieb mit zehn bis fünfzig Leuten der kleinere Teil brauchbar. Diese Einordnung nehmen wir Ihnen ab.
- Was fast immer trägt: Suche in den eigenen Unterlagen, Diktat statt Tippen, Entwürfe vorformulieren.
- Was selten trägt: eigene Modelle trainieren, Prognosen, ein Chatbot für Kunden.
- Was wir daraus machen: ein bis zwei Anwendungsfälle, vier Wochen Pilot, danach eine Zahl statt einer Meinung.
Wenn am Ende des Piloten keine Ersparnis steht, sagen wir das und bauen nichts weiter. Ein Werkzeug, das nur im Prospekt spart, kostet im Betrieb doppelt.
Nennen Sie uns einen Vorgang, bei dem viel getippt wird.
Daran lässt sich in zehn Minuten am Telefon abschätzen, ob KI hier etwas spart oder nur beschäftigt.